Nachhaltiges Investieren: Wege zum Fortschritt

Dominik Scheck, Leiter ESG Schweiz & EMEA bei Credit Suisse Asset Management

(Paid Post) - Einschätzungen von Dominik Scheck, Leiter ESG¹ bei Credit Suisse Asset Management Schweiz & EMEA, zur Integration von ESG-Faktoren in den Anlageprozess.

 

Im September 2019 kündigte Credit Suisse Asset Management an, Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren – ESG-Faktoren – bis Ende 2020 in den Anlageprozess aller traditionellen Anlageklassen in der Schweiz und der Region EMEA zu integrieren. Was hat Sie zu dieser Entscheidung bewogen?

Wir wollen damit unseren Portfoliomanagern ein umfangreiches Instrumentarium zur Verfügung stellen, damit sie fundiertere Anlageentscheidungen treffen können. ESG-Research zeigte verschiedentlich auf, welche ESG-Risiken mit bestimmten Gesellschaften verbunden sein können. Zudem zeigt es, ob bestimmte Unternehmen führend im ESG-Bereich sind und sich über die vergangenen Monate und Jahre überdurchschnittlich entwickelt haben. Die Daten lassen wenig Zweifel daran, dass Unternehmen mit guter ESG-Performance eine bessere und stabilere Wertentwicklung zeigen². Dies steht im Einklang mit der zunehmenden Erwartung der Anleger, mit ihren Werten übereinstimmende Produkte zu erhalten, sowie unserem Bewusstsein für die Verantwortung der Credit Suisse gegenüber der Gesellschaft und zukünftigen Generationen, auf dem unser unternehmensweites Nachhaltigkeitsengagement beruht.

Könnten Sie etwas mehr über die bisherigen Fortschritte und die weiteren Pläne sagen?

Bei Credit Suisse Asset Management haben wir die ESG-Faktoren weitreichend in die Anlageprozesse für die Schweiz und die Region EMEA integriert. In den letzten Monaten des Jahres 2019 haben wir auch damit begonnen, unsere Engagementstrategie mit ausgewählten Portfoliounternehmen umzusetzen.

Allgemeiner gesprochen gehen wir hinsichtlich der Anwendung neu definierter Ausschlusskriterien vom ESG-Rahmen 1.0 zur Version 2.0 über. Um das Proxy Voting auszubauen, entwickelten wir eine regionale Stimmrechtsvertretungsrichtlinie für Europa, wobei wir erstmals mit einem externen Partner, ISS, zusammenarbeiten. Darüber hinaus entwickeln wir regionale Stimmrechtsvertretungsrichtlinien für die Regionen Asien-Pazifik und Nordamerika, um im Jahr 2021 unsere Stimmrechtsvertretung auch auf diese zwei Regionen auszudehnen.

Was zeichnet den Ansatz von Credit Suisse Asset Management für ESG-Anlagen und die Anlageauswahl aus?

Unser Ansatz für nachhaltiges Investieren zeichnet sich durch folgende Grundsätze aus: Er ist umfassend, ganzheitlich und transparent. Mit «umfassend» meinen wir die breite Anwendung des Ansatzes über Anlageklassen, Anlagestile und Anlageprofile hinweg. «Ganzheitlich» bezieht sich auf den Einsatz vielfältiger Methoden an verschiedenen Stellen des Anlageprozesses. Und für «Transparenz» sorgen ESG-Factsheets und ein spezielles ESG-Reporting.

Bei der Anlagenauswahl folgen wir dem Credit Suisse Sustainable Investing Framework. Dabei definieren wir zuerst das Anlageuniversum, indem wir mit unseren Werten unvereinbare Sektoren und Unternehmen ausschliessen. Dann führen wir zusammen mit einer Finanzanalyse eine gründliche Überprüfung finanziell bedeutsamer ESG-Indikatoren durch, um vielversprechende Anlageziele zu identifizieren. Darüber hinaus bieten wir mithilfe diverser Instrumente und Bausteine unseren Kunden Lösungen, die auf ihre individuellen ESG-Präferenzen abgestimmt sind.

Wie wirkt sich der Ausschluss bestimmter Sektoren und Unternehmen auf die Wertentwicklung aus?

Ich glaube, dieser Frage liegt eine falsche Vorstellung zugrunde. Im Zuge des wachsenden Bewusstseins der Herausforderungen für die Weltwirtschaft und die Gesellschaft im Allgemeinen ist bei den meisten Anlegern das Streben nach «schnellem Geld» dem Streben nach Nachhaltigkeit gewichen. Mit Ausschlüssen vermeiden wir systematisch Engagements in kontroversen Sektoren oder Unternehmen mit zweifelhaftem ethischem Verhalten. Wir kombinieren werte- und normenbasierte Ausschlüsse mit einem ESG-Integrationsansatz, der ESG-Kriterien mit voraussichtlich positiver Auswirkung auf die langfristigen risikobereinigten Anlagerenditen höher gewichtet. So stellen wir sicher, dass die positiven Effekte auf die Wertentwicklung überwiegen.

Angesichts der Schwere der mit dem Klimawandel verbundenen Herausforderung konzentriert sich nachhaltiges Investieren natürlich sehr stark auf den Umweltaspekt, das «Environmental» in «ESG». Wo hat sich die Credit Suisse in Bezug auf die anderen zwei ESG-Aspekte, Soziales und Governance, ausgezeichnet?

Unser Active Ownership Bericht 2019 beschreibt ausführlich die umfangreiche Arbeit von Credit Suisse Asset Management im Bereich Governance. Wir treten regelmässig mit der Geschäftsleitung ausgewählter Portfoliounternehmen in einen Dialog und unterstützen sie auf ihrem Weg zu nachhaltigeren und transparenteren Geschäftspraktiken. Gleichzeitig sorgen wir mit der Ausübung unserer Stimmrechte dafür, dass die Stimmen der Shareholder gehört werden. Was das Soziale betrifft, so sollen etliche Anlageprodukte aus unserem Angebot zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) beitragen. Ein Beispiel ist ein auf Bildungstechnologien ausgerichteter Fonds. Solche Technologien erleichtern oft den Fernunterricht und dienen damit dem vierten SDG, der hochwertigen Bildung. Darüber hinaus engagiert sich Global Real Estate für Projekte in Entwicklungsländern, die für menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum sorgen, nachhaltige Gemeinschaften schaffen sowie bezahlbare und saubere Energie liefern. Dies wirkt sich unmittelbar auf die SDGs 7, 8 und 11 aus.

ESG ist heute für die meisten Marktteilnehmer ein wichtiger Gesichtspunkt – ganz anders als noch vor fünf oder zehn Jahren. Wird sich dieser Trend zu nachhaltigem Investieren in der aktuellen COVID-19-Krise fortsetzen? Welche Aussichten haben nachhaltige Strategien im aktuellen, von COVID-19 beeinträchtigten Anlageklima?

Nachhaltiges Investieren ist nicht mehr nur ein «Trend», sondern ist zum vorherrschenden Paradigma geworden. Während die kurzfristigen Auswirkungen der COVID-19- Krise auf die Märkte extrem negativ waren, sind ihre mittel- bis langfristigen Folgen erst allmählich absehbar. Sicher ist, dass der Klimawandel auch in Zukunft ganz oben auf der Tagesordnung stehen wird. Und die Regierungen dürften verstärkt in ökologische Nachhaltigkeit investieren, um die Wirtschaft anzukurbeln. Nachhaltigkeit ist trotz COVID-19 immer noch eine unabdingbare Voraussetzung für die Rentabilität und das Wachstum von Unternehmen. Sie wird daher der Kern glaubwürdiger und erfolgreicher, nachhaltiger Anlagestrategien bleiben, welche auch weiterhin hoch in der Gunst der Anleger stehen werden.

Können Sie uns ein Beispiel einer einzigartigen ESG-Lösung geben?

Die jüngste Ergänzung unserer Palette nachhaltiger Angebote ist der Credit Suisse (Lux) Environmental Impact Equity Fund. Dieses innovative Angebot investiert ausschliesslich in wirkungsvolle Unternehmen mit echten, das heisst messbar und nachhaltig positiv wirksamen Lösungen für die drängendsten Umweltprobleme der Welt. Die ESG-Kriterien auf Basis des Credit Suisse Sustainable Investing Framework sind natürlich eine Säule des Anlageprozesses des Fonds. Der Fonds investiert nicht einfach in Unternehmen mit Nachhaltigkeitsrichtlinien, sondern beschränkt sich auf Anbieter von Produkten, Dienstleistungen und Technologien mit einer echten ökologischen Wirkung. Dadurch verbessert er die Diversifikation der Portfolios der meisten Anleger. Die Anleger können die im Verlauf der Zeit erzielte Wirkung und die Engagements des Fonds anhand der jährlichen Impact-Berichte nachvollziehen.

Anlageziele, Risiken, Kosten und Aufwendungen des Produkts sowie vollständige Produktinformationen sind dem Fondsprospekt (oder dem entsprechenden Angebotsdokument) zu entnehmen. Dieser Prospekt oder das Dokument sollte vor einer tatsächlichen Investition sorgfältig durchgelesen werden.

Alle Investitionen sind mit einem gewissen Risiko verbunden. Einfach definiert, ist Risiko die Möglichkeit, dass Sie Geld verlieren oder nicht verdienen. Bevor Sie eine Investition tätigen, vergewissern Sie sich bitte, dass Sie die für die Produkte geltenden Risiken verstanden haben. Wie bei jeder Investition können Sie über einen beliebigen Zeitraum Geld verlieren. Die für die Fondsverwaltung verwendeten Techniken können eine erhöhte Volatilität aufweisen. Bitte beachten Sie dabei insbesondere den folgenden Zusammenhang: Je höher die Volatilität ist, umso stärker schlägt der Kurs aus und desto riskanter ist eine Investition, insbesondere bei Anlagen für einen kürzeren Zeitraum.

 

1 ESG steht für Environmental, Social and Governance (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung). Weitere Informationen unter credit-suisse.com/am/esg

2 Friede, Busch und Bassen (2015): ESG and financial performance: aggregated evidence from more than 2000 empirical studies, Journal of Sustainable Finance & Investment, 15. Dezember 2015.

 

Credit Suisse Asset Management (Schweiz) AG

Credit Suisse Asset Management (Schweiz) AG ist Teil des Unternehmensbereichs Asset Management der Credit Suisse Group (nachfolgend «die Credit Suisse»). Das Asset Management der Credit Suisse ist im Rahmen der Division International Wealth Management der Credit Suisse tätig und verwaltet weltweit Vermögen von über CHF 424 Mia. (per 30.06.2020). Gestützt auf die Stabilität und das Chancenspektrum der weltweiten Marktpräsenz der Credit Suisse bietet das Asset Management der Credit Suisse aktive und passive Lösungen für traditionelle und alternative Anlagen sowie ein ausgewiesenes Produkt-Know-how in der Schweiz, EMEA, APAC und Amerika.

 

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Dieser Fonds ist in Luxemburg domiziliert. Vertreter in der Schweiz ist die Credit Suisse Funds AG, Zürich. Zahlstelle in der Schweiz ist die Credit Suisse (Schweiz) AG, Zürich. Der Prospekt, der vereinfachte Prospekt und/oder die wesentlichen Informationen für den Anleger sowie die jährlichen und halbjährlichen Berichte können gebührenfrei bei dem Vertreter und bei jeder Geschäftsstelle der CS in der Schweiz bezogen werden.
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