«Anlage Aktuell»: Ausserordentliche Marktsituationen

Von Peter Bezak, Anlageexperte bei der Zurich Invest AG

Investoren können zu Recht behaupten, dass das alte Sprichwort «Eine Woche ist in der Politik eine lange Zeit» auch auf Finanzmärkte zutreffen kann. Das können derzeit die Teilnehmer an den Aktienmärkten spüren, die derzeit einem Stress ausgesetzt sind, wie es ihn lange nicht mehr gab.


In Zeiten hoher Volatilitäten

Die Marktvolatilität kam zurück, und zwar so stark wie zuletzt während der Finanzkrise. Das zeigt der Volatilitätsindex VIX, der die erwartete Schwankung des US-Börsenindex S&P 500 angibt und sich nun deutlich über seinem langjährigen Durchschnitt von knapp 20 Punkten bewegt. So reiht sich die aktuelle Extremsituation in eine Reihe ausserordentlicher Marktsituationen mit grösseren auftretenden Markteinbrüchen und hohen Volatilitäten: Schwarzer Montag 1987, Russlandkrise 1997/98, Dotcom-Blase 2000, 11. September 2001, der globalen Finanzkrise 2008 und der Eurokrise 2010/11.


In Krisenzeiten wird die Risikostreuung kurzfristig arg strapaziert: Alles scheint in dieselbe Richtung zu verlaufen, nach unten. Aber jede Anlageklasse tickt anders. Auch Aktien können sich anders und unterschiedlich stark bewegen, je nach Sektor und Branche. Es kommt auf die Konstellation an, denn jede ausserordentliche Marktsituation verläuft anders aufgrund unterschiedlicher Ausgangslagen und Schwere. Aktien sind vorwiegend viel stärker unter Wasser als beispielsweise eine ausgewogene Anlagestrategie. Das bedeutet, wenn die Risikostreuung gern versagt und es an den Märkten brennt, ist es möglich durch die Kombination verschiedener Anlageklassen einen viel stabileren Ertragsstrom zu erreichen.


Portfoliodiversifi kation hilft

Die klassische Portfoliodiversifi kation ist für viele Anleger ein bewährtes Mittel, um in einem volatilen Marktumfeld das Portfolio auszubalancieren und vor stärkeren Abschwüngen zu sichern. Reicht die Diversifi kation alleine aus, um den Schwankungen an den Märkten zu entgegnen? Diversifi kation bringt für den Anleger sicher den Vorteil, dass die emotionalen Belastungen bei hohen Wertschwankungen nicht zu gross werden. In der kurzen Frist, in der hohe Volatilitäten herrschen, kann jedoch ein traditionell ausgewogenes Portfolio negative Ereignisse abfedern. Am Beispiel der globalen Finanzkrise 2008 haben die globalen Aktien im Jahr 2008 rund 50 Prozent an Wert verloren während gemischte Anlagestrategien die Hälfte weniger an Wert einbüssten. Die verhältnismässig kurzfristig hohe Volatilität sollte aber für langfristige Investoren wie eine untergeordnete Rolle spielen.

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