von Luise Dambly, Redaktorin AWP Soziale Sicherheit
Unser Vorsorgesystem gehört zu den stabilsten und am besten regulierten weltweit. Im Mercer CFA Institute Global Pension Index 2025 belegt die Schweiz Rang 11 von 52. Besonders stark schneidet sie bei Integrität und ökonomischer Nachhaltigkeit ab. Doch es gibt auch einen Wermutstropfen: Beim Verhältnis der Rentenhöhe zum früheren Lohn liegt die Schweiz nur im Mittelfeld. Einen nennenswerten Anteil der Rente bildet die 2. Säule – und für die geben Schweizerinnen und Schweizer die Verantwortung weitgehend ab. Damit lastet auf den Schultern der Stiftungsräte eine grosse Verantwortung.
Bildung ist essenziell
Dass die personelle Besetzung von Stiftungsräten die Performance von Pensionskassen beeinflussen kann, hat die internationale Forschung seit geraumer Zeit mehrfach aufgezeigt. Neu zeigt eine Schweizer Studie, dass die persönliche Risikotoleranz der Stiftungsräte bei Anlageentscheiden sogar wichtiger sein kann als die Entwicklung von Rendite oder Volatilität.
Die Autoren folgern daraus: Bildung ist essenziell. Über den formalen Bildungsstand von Stiftungsräten ist in der Schweiz allerdings wenig bekannt. Zwar sind Pensionskassen gesetzlich verpflichtet, deren Erst- und Weiterbildung sicherzustellen. Wie häufig und in welchem Umfang Bildungsangebote genutzt werden, bleibt jedoch den einzelnen Kassen überlassen.

