Aktuelle Ausgabe

2. Säule: Gefahr der Unterdeckung

Ein technischer Zinssatz von 2,25% würde viele PKs in Unterdeckung bringen. Complementa rechnet vor.

▶ 2. Säule/Interview: Nur 10 Prozent Obligationen

Martin Roth, Geschäftsführer der Pensionskasse Manor lotet die Grenzen für alternative Anlagen aus.

▶ Krankenversicherung: Prüfung neuer Modelle

Der Bundesrat will in der Grundversorgung eine Mengenbegrenzung der medizinischen Leistungen einführen.

▶ Aktuelle Gerichtsentscheide: Ausschreibungspflicht

Öffentlich-rechtliche Kassen unterstehen dem Submissionsdekret.

 

Junge sparen ohne 2. Säule bald effektiver

21. September 2016, von Susanne Kapfinger

In der 2. Säule dreht sich alles um Zinsen, und die werden noch eine Weile tief bleiben. Liegt die durchschnittliche Jahresrendite eines Bundesobligationenportfolios über zehn Jahre wie heute nahe bei null, ist es für eine Pensionskasse ausgesprochen anspruchsvoll eine Performance von über 1% hinzulegen.

Gefährlicher Risiko-Rendite Trade off

Ausbleibende Anlageerträge bei Anleihen mit dem Eingehen höherer Anlagerisiken zu kompensieren, stösst an Grenzen. Wo diese liegen hat die Pensioskasse der Handelskette Manor bereits ausgelotet (siehe Seite 4). Auch andere Pensionskassen haben 2015 ihre Anlagestrategie deutlich geändert: Die flüssigen Mittel sanken insgesamt um 27% auf 41,6 Milliarden Franken, und die alternativen Anlagen stiegen um 27% auf 64,8 Milliarden Franken. Experten warnen vermehrt davor, dass Schweizer Pensionskassen immer stärker in deutlich illiquidere und riskantere Anlageformen investieren.

Das Beratungsunternehmen Complementa hat diesbezüglich das Risikomanagement der Vorsorgeeinrichtungen unter die Lupe genommen: Etwa die Hälfte der von Complementa befragten Einrichtungen gab an, dass sie nicht über ein ausreichendes Risikomanagment verfügt, und rund ein Fünftel verzichtet auf eine systematische Gefahrenanalyse (siehe Seite 3). Das geht solange gut, bis die nächste Marktverwerfung ansteht.

Kaum vorhandener Zinseszins-Effekt

Die Empfehlung der Eidgenössischen Kommission für die berufliche Vorsorge an den Bundesrat, den Mindestzins auf 1% zu senken, ist deshalb richtig. Versicherern zufolge greift allerdings auch dieser Vorschlag zu wenig weit. Der Schweizerische Versicherungsverband SVV schlägt einen BVG-Mindestzinssatz für 2017 von höchstens 0,5% vor.

Wenn man von den 0,5% die Verwaltungskosten subtrahiert, dann braucht der Sparer aber keinen Vermögensverwalter mehr, weil er ihm keinen Mehrwert bieten kann. Was nicht heisst, dass der Versicherte aufhört zu sparen. Wenn der Versicherte weiss, dass bei seiner Altersvorsorge die Erträge der Zinseszinsen wegfallen, wird er mehr sparen. Die Frage dabei ist, in welcher Form. Er kann dies über die 2. Säule oder das private Sparen tun.

Entstaatlichung verhindern

Für junge Generationen ist es zunehmend unattraktiv in den Kollektivtopf der berufliche Vorsorge einzuzahlen: Der durchschnittliche Umwandlungssatz liegt heute um rund 50% höher als der versicherungs-technisch korrekte. Die Diskrepanz bezahlen die Aktivversicherten, indem ihr Alterskapital tiefer verzinst wird. Das System der 2. Säule muss reformiert werden, denn sonst wird der Ruf nach Entstaatlichung der Altersvorsorge zunehmend lauter.

Die Alterskapitalien der Aktivversicherten und der Rentner sind gleich zu verzinsen – die Kapitalien werden auf dem gleichen Markt angelegt. Das wird zwar mit einem Schlag viele Pensionskassen in Unterdeckung bringen. Diese Kassen werden Sanierungspläne ausarbeiten müssen.

Alle sanieren – auch Rentner

Es stehen verschiedene Sanierungsvarianten zur Verfügung: Erhebung von Sanierungsbeiträgen von Aktivversicherten und Arbeitgebern, Einlagen des Arbeitgebers, Erhebung von Sanierungsbeiträgen von Rentenbezügern (beschränkt möglich) und die Reduktion des Umwandlungssatzes für überobligatorische Altersguthaben. Bei der Sanierung werden auch die Rentner mithelfen müssen. Die Auswirkungen des Zinseszins-Effektes auf das Sparkapital sind zu massiv: In den Jahren von 1985 bis 2002 konnte man sein Vorsorgekapital  bei einem Mindestzins von 4% innerhalb von 18 Jahren  verdoppeln. Die Senkung der Mindestverzinsung von 1,75 auf 1,25% per Anfang 2016 hat zur Folge, dass sich die Verdoppelungsdauer von 40 auf 56 Jahre erhöht. Mit einem Mindestzins von 1%  dauert die Verdoppelung 70 Jahre.

Es liegt an den Pensionskassen, den jungen Generationen klar aufzuzeigen, wo genau der Mehrwert der beruflichen Vorsorge liegt. Dazu muss mehr und insebsondere besser –  auch online – kommuniziert werden. Das wird heute von einem Vermögensverwalter erwaret. 

Ultraexpansive Geldpolitik erzwingt Korrekturen

7. September 2016; von Alois Bischofberger*

Wie lange die Notenbanken an der ultraexpansiven Geldpolitik festhalten, lässt sich nicht voraussagen. Das Ende ist aber noch nicht in Sicht und ein späterer Übergang zu einem restriktiveren Pfad dürfte in Trippelschrittchen erfolgen. Denn die Zentralbanken sind Gefangene ihrer zu lange verfolgten Geldpolitik geworden und mit einem kleiner werdenden Handlungsspielraum konfrontiert.

Institutionelle Investoren tun jedenfalls gut daran, nicht mit raschen und deutlichen Zinserhöhungen zu rechnen. Das bedeutet, dass Pensionskassen bei den Obligationenrenditen mit einer sehr langen Durststrecke rechnen müssen. Das ist herausfordernd, weil rund ein Drittel des gesamten PK-Vermögens auf dem Obligationenmarkt investiert ist. Dieser hohe Anteil ist aus Risikoüberlegungen zweckmässig. Realistische Szenarien zeigen aber, dass die durchschnittliche Jahresrendite eines Bundesobligationenportfolios über zehn Jahre nahe bei Null liegt. Durchschnittsrenditen über 1% erscheinen aus heutiger Sicht unwahrscheinlich.

Verschärft wird die Problematik unzureichender Erträge durch die Negativzinsen. Die Vorsorgeeinrichtungen werden deshalb versuchen, die ausbleibenden Anlageerträge bei Anleihen mit dem Eingehen höherer Anlagerisiken zu kompensieren. Diese Strategie stösst an Grenzen. Deshalb sind einschneidende Massnahmen erforderlich, um die PKs vor einer gravierenden Schieflage zu bewahren.

Schrittweise Anpassung der Parameter

Erstens müssen Leistung und Finanzierung über die Senkung des überhöhten technischen Zinses an die harten finanziellen Realitäten angepasst werden. Zudem braucht es eine deutliche Senkung des Mindestumwandlungssatzes und die weitere Reduktion der Umwandlungssätze in umhüllenden Pensionskassen, um die in der 2. Säule systemwidrige und in den letzten Jahren akzentuierte Umverteilung von Jung zu Alt zu vermindern.

Zweitens drängen sich Massnahmen auf, die eine bessere Balance bei der Risikoverteilung zwischen Aktiven und Rentnern bewirken. Letztere tragen zurzeit kein Risiko, erfreuen sich aber vorzüglicher Renditen. Die intergenerationelle Solidarität darf nicht weiter strapaziert werden. Zu den Massnahmen gehören die aktuariell korrekte Festsetzung des Mindestzinses und des Umwandlungssatzes sowie eine Anhebung des Rentenalters. Zu nennen sind ferner die Einführung variabler, von der Ergiebigkeit der Kapitalmärkte abhängiger Rententeile im Überobligatorium und die Nutzung der 1e-Pläne, bei denen die Versicherten das Anlagerisiko tragen.

 Drittens darf die im Rahmen der Anpassungen in der Verordnung über die berufliche Vorsorge (BVV2) vorgeschlagene Beschränkung der Wahlmöglichkeiten auf drei Anlagestrategien im überobligatorischen Bereich nicht umgesetzt werden. Sie ist paternalistisch und kontraproduktiv und zeugt von wenig Vertrauen in die Urteilsfähigkeit mündiger Bürger.

Viertens muss die Kommunikation zwischen Vorsorgeeinrichtungen und Versicherten verbessert werden, um angesichts sinkender Altersrenten eine Erosion des Vertrauens in die 2. Säule zu vermeiden.

Es braucht politische Einsicht

Diese anforderungsreichen, aber notwendigen Schritte werden die Vorsorgelandschaft in den kommenden Jahren stark verändern. Wenn politische Einsicht auch im Bereich der sozialen Sicherheit Einzug hält, kann die ultraexpansive Geldpolitik sogar dazu beitragen, dass der aufgestaute Nachholbedarf konsequenter als in einem Normalzinsszenario angepackt wird. Das wäre eines der wenigen positiven Ergebnisse des gefährlichen geldpolitischen Experiments.

* Alois Bischofberger war bis 2008 Chefökonom der Credit Suisse. Danach arbeitete er bis 2016 Teilzeit als Adjunct Fellow bei Avenir Suisse.

Gefährliche Strategie in der Rentendebatte

Der Entwurf zur Altersreform 2020 der Sozialkommission des Nationalrates (SGK) weicht in entschiedenen Punkten von den Beschlüssen des Ständerates ab. Die Strategie ist brandgefährlich ...weiterlesen...

Robo-Berater: Kosten-Senker mit Zukunft

10. August 2016, von Susanne Kapfinger

Negativzinsen – sie bleiben Normalzustand. Dafür gesorgt hat der Entscheid der Briten, aus der EU auszutreten. Das hat den Schweizer Franken unter Druck gesetzt. Die Schweizerische Nationalbank hat mitgeteilt, dem Aufwertungsdruck des Franken mit Interventionen entgegenzuwirken. ...weiterlesen...

Ungünstig abgestimmte Vorschriften

18. Mai 2016, von Roland Kriemler, Geschäftsführer der Konferenz der Geschäftsführer von Anlagestiftungenz

Die Anlagevorschriften der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2) und der Verordnung über die Anlagestiftungen (ASV) schränken Anlagestiftungen zu stark ein. ...weiterlesen...

Konsumentenschutz: Forderungen der Ombudstelle

20. April 2016, von Martin Lorenzon, Ombudsman der Privatversicherung und der Suva

Die bundesrätliche Botschaft zum Finanzdienstleistungsgesetz (Fidleg) bereitet mir Sorgen. Denn diese beinhaltet nicht nur Gesetzesregeln, welche nach unserer Auffassung nicht erforderlich sind, so zum Beispiel die gesetzliche Verankerung der Versicherungsombudsstelle unter das Fidleg ...weiterlesen...

Schweizer FinfraG-Lösung

6. April 2016, von Regula Berger-Hitz 

Das Finanzmarktinfrastrukturgesetz (FinfraG) ist seit 1.1.2016 in Kraft und gilt auch für Vorsorgeeinrichtungen. Kernstück des neuen Gesetzes sind Regeln für den ausserbörslichen Handel mit Derivaten (OTC Derivaten) wie beispielsweise Optionen, Termingeschäfte oder Swaps, deren Preise von den Kursschwankungen und Preiserwartungen anderer Werte abgeleitet sind....weiterlesen...

Die Alten diktieren, die Jungen verarmen

23. März 2016, von Susanne Kapfinger

Ein Alterungs-Tsunami rast auf uns zu. Immer weniger Jüngere stehen immer mehr Älteren  gegenüber. Das führt zu Machtverschiebungen. Welche, lesen hier ...

Zuhause gut altern - eine Frage der Ressourcen

10. März 2016, von Kurt Seifert
(Leiter Grundlagenarbeit Pro Senectute Schweiz)


Die allermeisten Menschen wollen im Alter in den eigenen oder den gemieteten vier Wänden wohnen bleiben. Dieser Wunsch ist für eine Mehrheit von ihnen auch zu verwirklichen: Von den Angehörigen der Generation 65 plus ist lediglich eine Minderheit von 10% in einer stationären Alterseinrichtung untergebracht.

Digitalisierung mit harten Bandagen

24. Februar 2016, von Susanne Kapfinger

Die Versicherungsbranche übt sich im Web-Kampf. Unternehmen mit attraktiven Onlineangeboten haben die Nase vorn, wenn es um Kundenpflege geht. Dank Digitalisierung können sie günstigere Tarife anbieten als Mitbewerber. weiterlesen

Nur Fakten sichern unser Sozialsystem

10. Februar 2016, von Ignazio Cassis

Viele Diskussionen in der SGK-N sind stark ideologisch oder gar von Wunschdenken geprägt – obwohl die Fakten ja eigentlich auf dem Tisch lägen. Als Präsident ist es mir ein grosses Anliegen, die Debatten innerhalb der Kommission zu versachlichen (evidence based policy) weiterlesen

Auf der schwierigen Suche nach Wachstumsperspektiven

26. Januar 2016, von Susanne Kapfinger
Der Arbeitsmarkt ist in den kommenden Jahren aus makroökonomischer Sicht ein zentrales Thema.  Das bedeutet: Die Unternehmen werden sich bei einer Neuanstellung noch eingehender mit dem Aspekt der Vorsorge beschäftigen müssen. Warum? Weiterlesen ...

Zwei Kassenchefs mit einem Ziel

Schweizer Vorsorgeeinrichtungen kämpfen mit verschiedenen Massnahmen gegen Pensionierungsverluste – die Reaktionen darauf sind jedoch gleich: Inakzeptanz, sowohl seitens Versicherter oder im Fall der Pensionskasse der PwC seitens der kantonalen Aufsichtsbehörde. weiterlesen

Solidarität statt Generationenkampf

2. Dezember 2015, von Prof. Helmut Bachmaier

Meine langjährige Erfahrung als Kulturgerontologe zeigt: Es stimmt nicht, dass die  Alten auf Kosten der Jungen leben. Vielmehr gleichen die finanziellen Leistungen der Senioren als langjährige Steuerzahler und Beitragszahler zu den sozialen Sicherungssystemen sowie ihre Lebensarbeit für die Volkswirtschaft die Generationenbilanz aus. Ein Postulat an die Generationenpolitik. weiterlesen

Neue Köpfe, neue Mehrheiten, alte Probleme

16. Dezember 2015, von Susanne Kapfinger

Im Dezember haben viele neue Politiker Einzug ins Parlament genommen. Sie bestimmen nun darüber, wie es mit der wichtigsten hängigen Vorlage im Bereich Sozialpolitik, der AV2020, weitergeht. Im Eilzugtempo wurde diese von einer Gruppe profilierter Ständeräte kurz vor ihrer Pensionierung noch zusammengeschustert und durch die kleine Kammer geboxt. Nun stellt sich die Frage, ob das neue Parlament die Vorlage mit Mut und kompromissbereit angeht oder sich die Positionen verhärten.

Wahlfreiheit ist keine Bürde

16. November 2015 von Yvonne Seiler Zimmermann

Wie hoch ist das Vertrauen von KMUs in die Vorsorgeeinrichtung, wie transparent erscheint sie den Unternehmen und wie zufrieden sind sie mit ihren Vorsorgelösungen? Eine aktuelle Studie, welche die Hochschule Luzern im Auftrag des Schweizerischen Versicherungsverbands SVV durchführte, bietet  Antworten. ...weiterlesen...

* Yvonne Seiler Zimmermann ist Professorin am Institut für Finanzdienstleistung Zug IFZ der Hochschule Luzern

Studie: Konsumentenschutz durchexerziert

2. November 2015, von Martin Eling

An den Diskussionen, wie Konsumenten im Versicherungsbereich wirksam und effizient geschützt werden können, sind viele Aktuere beteiligt. Doch die Anspruchsgruppe, die im Zentrum der Diskussionen steht, wurde bisher erst wenig untersucht: Wie stehen eigentlich die Konsumenten zum Konsumentenschutz? Welchen Schutz benötigen sie in welcher Situation?
... weiterlesen ...

Über schlaflose Nächte der Anleger

21. Oktober 2015, von Susanne Kapfinger

Anlegen ist schwieriger geworden: Tiefe Zinsen, veränderte Korrelationen zwischen Anlageklassen und erhöhte Marktvolatilitäten sind Stichworte dazu. Warum dies bei Anlegern nicht zwingend zu schlaflosen Nächten führen muss, lesen Sie hier ...

Wertschwankungsreserven der Schweizer Pensionskassen gesunken

19. Oktober 2015

Die Finanzierungssituation der Schweizer Pensionskassen hat sich im dritten Quartal 2015 verschlechtert. Hauptgrund sind laut dem Pensionskassen-Monitor von Swisscanto Einbussen auf Anlagen in ausländischen Aktien und in Fremdwährungs-Obligationen.

Weiter hätten die Unsicherheiten an den Finanzmärkten etwa wegen der Abkühlung in China und dem Abgas-Skandal bei VW auch den inländischen Aktienmarkt belastet.

In den ersten neun Monaten 2015 verbuchten die erfassten Vorsorgeeinrichtungen laut der Schätzung eine vermögensgewichtete (Negativ-) Rendite von -2,0 Prozent. Errechnet wurde dies auf Grundlage der effektiven Angaben per Ende 2014 von 437 Vorsorgeeinrichtungen.

Der Deckungsgrad der privat-rechtlichen Pensionskassen sank demnach gegenüber dem zweiten Quartal von 110,8 auf 108,9 Prozent. Ende 2014 hatten die Wertschwankungsreserven sogar noch 113,6 Prozent betragen.

Bei den öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung verschlechterte sich der Deckungsgrad gegenüber dem Vorquartal von 100,7 auf 98,9 Prozent. Per 30. September befanden sich 36 Prozent der öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung in Unterdeckung. (awp/sda)

Verstehen, wie die Versicherten ticken ...

09. September 2015, von Susanne Kapfinger

Der Pensionskassenleiter muss dem Versicherten beweisen, dass seine Pensionskassengelder bei einem Fondsmanager nicht besser aufgehoben sind. Eigentlich haben Pensionskassenleiter gute Karten in der Hand: Ihre Assets under Management sind gross und verändern sich kaum über die Zeit (ausser bei Betriebszusammenlegung oder -abspaltung). Diversifikationseffekte können dadurch besser ausgenützt werden. weiterlesen

Wahlen 2015: Mit Sozialpolitik auf Stimmenfang

25. August 2015, von Susanne Kapfinger

Die Herbstwahlen stehen vor der Tür. Am 18. Oktober wird das Schweizer Parlament neu zusammengesetzt. Die Frage lautet, welche Themen beschäftigt das Volk? Die soziale Sicherheit ist eines davon. Doch jede Partei packt es von einer anderen Seite an. weiterlesen

Individualisierung der Risiken bedingt individualisierte Anlagestrategien

12. August 2015, von Roger Baumann*

Der Trend zur Individualisierung in Sammeleinrichtungen ist ungebrochen. Während in den letzten Jahren vor allem die weitreichende Planfreiheit für einzelne Anschlüsse zum Standard geworden ist, wird in einer Phase, in der die Deckungsgrade deutlich über 100% sind, zusätzlich die Individualisierung der Risiken zum Thema. weiterlesen

* Roger Baumann ist Gründungspartner der C-alm und Leiter der Arbeitsgruppe Risk-Monitoring der Kammer der Pensionskassenexperten.

Appetit auf Katastrophenbonds steigt - Marktvolumen soll sich verdoppeln

1. Juli 2015, von Martin Eling*

Aufgrund ihrer relativ hohen Renditen und der niedrigen Korrelation mit den Renditen traditioneller Assetklassen werden Insurance-Linked Securities (ILS) häufig als attraktive Investitionsmöglichkeit beschrieben.  ... weiterlesen ...

*Professor Martin Eling ist Direktor des Instituts für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen.

 

 

 

Neues Pensionskassen-Rating auf die Probe gestellt

17. Juni 2015, von Susanne Kapfinger

Der PK-Fitness-Barometer ist das neue PK-Rating von Büttner&Partner. Dieses macht Pensionskassen erstmals auf intuitive Weise vergleichbar. Dadurch erhalten KMUs eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Wahl ihrer PK. weiterlesen

 

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Doktor Büttners scharfer Röntgenblick

2. Juni 2015, von Susanne Kapfinger

Dr. Büttner & Partner haben ein Modell entwickelt, das Gemeinschafts- und Sammelstiftungen im Hinblick auf ihre finanzielle Gesundheit und längerfristige Leistungsfähigkeit testet.  AWP Soziale Sicherheit stellt das innovative Modell vor. Interessant: Die Gewichtung der einzelnen Faktoren folgt keinem starren Raster, sondern basiert auf einem intelligenten Skalierungsmodell. Intelligent, weil es die spezifische Situation der Kasse mitberücksichtigt. ... weiterlesen ...

Solidarität ist kein Rettungsring

18. Mai 2015, Susanne Kapfinger

Die 2. Säule wird seit ihrem Bestehen laufend umgebaut. Das ist auch nötig, weil das Systemoptimum noch nicht erreicht ist. «Reformen haben an Aktualität und Dringlichkeit gewonnen», kommt auch die Oberaufsichtskommission berufliche Vorsorge in ihrem Jahresbericht zum Schluss. Das Ziel dabei müsse sein, ... weiterlesen ...

Versicherer verlassen ihre Komfortzone

5. Mai 2015, Pascal Bühler*

Der hohe Wertschöpfungsgrad der Versicherungsbranche verleitet zu Trägheit. Die Digitalisierung wird diese Grundhaltung ändern, wie die aktuelle Studie «Industrialisierung der Assekuranz in einer digitalen Welt» zeigt. Vereinzelt machen Versicherer vor, wie man Wertbeiträge des Kunden erhöht und Wettbewerbsvorteile herausholt. ... weiterlesen ...

* Pascal Bühler ist Projektleiter am Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen

Konstruktiver Umgang mit Negativzinsen

22. April 2015, Susanne Kapfinger

Als Folge der anhaltenden Negativzinsen fällt der Obligationenmarkt als wichtiger Performancetreiber aus. Das heisst, dass sich die Deckungsgrade der Pensionskassen verschlechtern werden. Zwar gibt es Massnahmen zur Sicherung der 2. Säule. Diese sind aber extrem unpopulär.

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Renten-Kaufkraft in Gold meisseln

7. April 2015, von Thomas Jacob

Im Anlageportfolio von Pensionskassen hat Gold kaum eine Bedeutung. Ein Fehler, findet Thomas Jacob, Initiant der Goldmünzen-Initiative, und rechnet vor. Um Gold aber als Vermögensklasse zu etablieren, muss der Handel mit dem Edelmetall radikal vereinfacht und der rechtliche Rahmen verbessert werden.

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AHV rutscht in rote Zahlen

26. März 2015, awp/sda
Die AHV hat vergangenes Jahr 320 Mio CHF mehr für Renten ausgegeben, als sie an Beiträgen eingenommen hat. Nur das gute Anlageergebnis verhinderte einen Verlust.

Die Vermögenserträge beliefen sich 2014 auf 1,75 Mrd CHF, fast dreimal so viel wie im Jahr zuvor. Hinzu kommen die vom Bund bezahlten Zinsen auf den Schulden der IV von 275 Mio. Dank dieser Einnahmen schloss die AHV mit einem Betriebsergebnis von 1,71 Mrd.

Die IV hingegen weist ein positives Umlageergebnis von 684 Mio CHF aus, hinzu kommt ein Anlageergebnis von 238 Mio. Damit konnte die Schuld der IV gegenüber der AHV weiter abgebaut werden. Diese beläuft sich nun noch auf gut 12,8 Mrd. Die EO schloss 2014 mit einem Plus von 170 Mio.

Von Variablen und Determinanten

25. März 2015, von Susanne Kapfinger
«Rentenklau» – eine Linksparole? Das war einmal. Heute sprechen auch Bürgerliche vom Rentenklau – der Umverteilung von Jung zu Alt. Die Entpolitisierung des Mindestumwandlungssatzes soll die Ungerechtigkeit beseitigen. Doch damit allein, lässt sich das Problem nicht lösen.          

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Etappensieg für Krankenversicherer

Im Zweifelsfall für die Krankenversicherer: Der Ständerat verteidigt die Datendurchlässigkeit zwischen den Versicherungen. Es scheint, dass die Lobbyisten der Versicherungsbranche gute Arbeit leisten.

Von Susanne Kapfinger, Redaktionsleiterin AWP Soziale Sicherheit

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Rendite im Einklang mit Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit scheint auf den ersten Blick nichts mit Gewinnmaximierung gemein zu haben. Edouard Stucki, stv. Leiter Anlagen Complan, zeigt Parallelen auf Parallelen.

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Vom Rettungsring zum Sorgenkind?

Der Schweizer Immobilieninvestmentmarkt bleibt auch 2015 attraktiv; die Risiko-
bereitschaft der Anleger ist hoch. Ein besorgniserregender Cocktail.

Von Susanne Kapfinger

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Digitales Gesundheitsmonitoring

Gesundheitsrisiken lassen sich immer präziser vorhersagen. Nur: Ändern wir deshalb unser Verhalten? Karin Frick, Leiterin Research und GL-Mitglied Gottlieb-Duttweiler-Institut (GDI), ist skeptisch.

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Ausbildung auf Kurs bringen

Die Ausbildung von BVG Stiftungsräten wird weder überprüft noch kontrolliert. Beat Zürcher, Geschäftsleiter Schweizer Verband für BVG Stiftungsräte, fordert neue Standards.

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Mit Fortschritt voraus

Heutige Pensionskassen-Vergleiche bringen kaum Mehrwert. Warum? Weil sie zurück statt vorwärts blicken. Das muss sich ändern. Neue Ansätze im Bereich BVG-Rating machen Hoffnung.

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So kommunizieren Pensionskassen richtig

An der Urne gewinnt, wer richtig kommuniziert, verspricht Kommunikationsprofi Peter Metzinger.

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Bundesrat präsentiert Botschaft «Altersreform 2020»

Das Reformpaket des Bundesrats zur Altersvorsorge bleibt heftig umstritten. Eine Annäherung der gegensätzlichen Positionen ist nicht in Sicht. FDP, SVP und Wirtschaftsverbände plädieren für eine Aufstückelung der Vorlage, Linke, Grüne und Gewerkschaften sehen gerade darin die Gefahr eines Scherbenhaufens.

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Bild: Keystone

Code: Good Governance

Die Denkfabrik Avenir Suisse will das Schweizer Stiftungswesen umbauen (siehe unten). Warum etwas ändern, das gut funktioniert, meint Beate Eckhardt (Geschäftsführerin von Swiss Foundations)

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Lehren aus der Vergangenheit

Ein Fachmagazin feiert Jubiläum: 40 Jahre «AWP Soziale Sicherheit». Bereits seit 1974 erscheint die Publikation ohne Unterbruch, sachlich und stets aktuell. Die Aktualität auf den Punkt gebracht heisst auch, die richtigen Schlüsse aus historischen Ereignissen zu ziehen.

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Angelpunkt Rentendauer

Reformstau: Die Schweiz muss ihre gute Ausgangslage in der Altersvorsorge nutzen, um Anpassungen vorzunehmen. Der Weg führt über automatische Stabilisatoren, meint Helvetia-Chef Stefan Loacker.

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Gemeinsam Geschichte schreiben

Generation Z:  Die Geburtskohorten nach den Babyboomern leben in einer Ökonomie, die umgedacht werden muss. Die Reformen belasten aber einseitig die Jungen.

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Ein dringliches Anliegen

Ergänzungsleistungen sollten Altersarmut verhindern. Leider bleibt dieses Ziel häufig unerreicht. Die Gründe: Schwelleneffekte und zu tiefe Mietzinszuschüsse. Der Bundesrat kennt das Problem, doch seine Vorstösse reichen nicht. 

Versicherte besser schützen

Der Leiter Sozialpolitik Travail.Suisse, Matthias Kuert Killer, plädiert für die Einrichtung einer Ombudsstelle Zweite Säule, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Mit PK-Geldern Wohlstand sichern

Schweizer Pensionkassen und Lebensversicherer verwalten zusammen über 600 Milliarden Franken. Finanziert werden damit vorwiegend Schulden. Ein System, das unseren Wohlstand langsam frisst, warnt Finanzexperte Henri B. Meier, und plädiert für mehr Mut zum Risiko.

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